architecture tours

Karelien 26.8. - 4.9.2016

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Klosteranlage in Kischi

Entlang der historischen Murmansk-Bahn bereisen wir eine uralte Kulturlandschaft, ebenso geprägt von legendären Baudenkmälern wie von betörender Naturschönheit. Fast zweitausend Kilometer trennen die Bibliothek von Alvar Aalto im russischen Vyborg von Peter Zumthors Steilneset Memorial im norwegischen Vardø.

Das als Karelien bezeichnete Gebiet erstreckt sich von Ostfinnland bis zum Weissen Meer. Auf unserer Reise machen wir Halt in alten Städten voller Geschichte wie Vyborg, Sortavala und Petrozavodsk. Mit Bus und Zug fahren wir durch wunderbare Landschaften in herbstlicher Laubfärbung und treffen auf herausragende Zeugnisse der Baukunst. Wir besuchen die Insel Kischi im Onegasee mit ihren alten Holzkirchen, die Klosteranlage von Solovky im Weissen Meer und fahren bis ans Eismeer nach Murmansk, das bis 1991 militärisches Sperrgebiet war. 

Von hier führt uns der Weg zurück in den Westen über Kirkenes nach Vardø zum Gesamtkunstwerk von Peter Zumthor und Louise Bourgeois, welches an die lokalen Hexenverbrennungen im 17. Jahrhundert erinnert. 

Abseits ausgetretener Pfade erreichen wir Orte, die uns bisher nur vom Hörensagen bekannt waren. 

Highlights: 

Alvar Aaltos Bibliothek in Vyborg

Holzkirchen auf der Insel Kischi, UNESCO-Weltkulturerbe

Finnische Nationalromantik und karelische Holzarchitektur im heute russischen Sortavala

Das alte Russland in Petrozavodsk

Ladoga und Onega - grösste Binnenseen Europas

Klosteranlage Solovky und einstiges Gulag im Weissen Meer

Sowjetische Architektur in Murmansk, der nördlichsten Grossstadt der Welt

Fahrt mit einem Hurtigruten-Schiff

Steilneset Memorial in Vardø von Peter Zumthor und Louise Bourgeois

Infos zu Programm und Kosten auf den Flyer, Anmeldung bis 28. April 2016 per Flyer oder über Kontaktformular

Estland 31.5. - 5.6.2016

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Maarjamäe Memorial, 1966 - 1975

Estland - ein fragiles Territorium, dessen Bewohnerinnen und Bewohner sich seit jeher mit fremden Einflüssen auseinanderzusetzen hatten.

Als sich im Zweiten Weltkrieg das sowjetische Imperium Estland einverleibte, bedeutete dies zwar das vorläufige Ende der erst kurz zuvor erlangten Eigenstaatlichkeit. Doch gelang es der Besatzungsmacht nie, den Nationalstolz und erstaunlichen Ideenreichtum der unfreiwilligen Untertanen zu brechen. Davon zeugen unter anderem eine Vielzahl überaus innovativer und formal höchst überraschender Bauten, die während der Sowjetzeit nicht nur in den Städten, sondern gerade auch in ländlichen Regionen entstanden sind. Aufgrund der sprachlichen und geografischen Nähe zu Finnland konnten estnische Planerinnen und Planer sogar während den heissesten Jahren des Kalten Krieges das Beste aus zwei Welten in ihren Entwürfen vereinen. Diese einzigartige Stellung wussten sie auszunutzen und erschufen einen eigenen typologischen Mikrokosmos, in dem es an identitätsstiftenden Bauwerken nie mangelte. Ein Land, das es eigentlich nicht mehr geben durfte, manifestierte sich paradoxerweise zunehmend emanzipiert in den Werken seiner Architektinnen und Architekten. Nach dem Fall des Eisernen Vorhanges und der Wiedererlangung der Unabhängigkeit geht die Suche nach eigenständigen Positionen in Städtebau und Architektur weiter.

Infos zum Programm und Kosten, mehr Fotos hier. Anmeldung per Flyer oder über Kontaktformular

on tour 2011 - 2015

Seit 2011 sind wir immer wieder mit Gästen auf Reisen. Vor allem den Osten Europas haben wir erkundschaftet und neben herausragender Architektur, feinem Essen und kulturellen Erlebnissen haben uns vor allem die Begegnungen mit den Menschen bereichert.

Wir besuchten Bukarest, Budapest, Belgrad und Novi Sad, Zagreb und Jasenovac, Skopje und Kruševo, Tallinn und Pärnu. Dort ziegten und Architekten und Architektinnen ihre Bauten, darunter Zsolt Gunther von 3H, Ádám Hatvani von sporaarchitects, Bence Turányi von t2a und Georgi Konstantinovski. Wir haben Führer, die uns nicht nur die Architektur zeigten sondern uns auch das Land und die Menschen näher brachten. Wir haben manche Orte entdeckt, die sonst unentdeckt geblieben wären: Hinterhöfe, private Wohnungen, alte Archive und Theaterkulissen, Stadtmodelle von Skopjes Utopie, einen verwunschenen jüdischen Friedhof und orthodoxe Mönche in ihren Bergklöstern, ein verschollenes Relief von Victor Vasarely, Glaslifte aus den 1930er Jahren und ein modernes Museum in einem kleinen serbischen Dorf. Gegessen und gefeiert haben wir auf Dachterrassen in Belgrad, im Speisewagen der ungarischen Bahn, in Ruinenkneipen Budapests und Bars im Bazar Skopjes.

Zagreb-architecture-Wooden-Ibler-20110417-017PA191330Ungarn-Budapest-2014-10-23-041P6061220PA190943Serbien-Belgrad-Novi-Sad-2014-480 P6041056 PA170113PA170399PA170273P6071466Ungarn-Budapest-2014-10-23-258Ungarn-Budapest-2014-10-23-302Ungarn-Budapest-2014-10-23-348IMG 9445 PA170437Serbien-Belgrad-Novi-Sad-2014-624Sporaarchitects-Budapest-20100205005 Serbien-Belgrad-Novi-Sad-2014-620P6061326


Tiflis und Kaukasus 24.10. - 31.10.2015 2

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Transportministerium, Tiflis, 1974

Von der georgischen Hauptstadt Tiflis (Tbilisi) bis an den Fuss der majestätischen Gipfel des Grossen Kaukasus. Eine Reise durch ein Land zwischen Hoffen und Bangen.

Zu Sowjetzeiten galt die damalige Teilrepublik Georgien als Erfüllungsort realsozialistischer Ferienträume. Heute ist das Land ein eigenständiger Kleinstaat mit einer der ältesten christlichen Traditionen überhaupt, eingeklemmt zwischen übermächtigen Nachbarn. Die vergessene Mitte der Welt, so der treffende Titel eines Buches über die alten Kulturlandschaften zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer, bietet nebst kulinarischen Entdeckungen und eindrücklichen Klosteranlagen noch viel mehr: In der Hauptstadt Tiflis kulminieren die Erinnerungen aus Jahrtausenden zu einem einzigartigen urbanen Delirium. In Beton gegossene Ikonen der Sowjetmoderne stehen neben zerbrechlich wirkenden und dabei doch uralten Holzbauten. Typologisch sind uns beide fast genauso fremd - als ob es noch einer besonderen Erinnerung an die Tatsache bedurft hätte, dass wir uns geografisch am äusserten Ostrand Europas bewegen. Tag für Tag ziehen unsere Erkundungen weitere Kreise aus dem Stadtzentrum hinaus in die Vororte, aufs Land,entlang der georgischen Heerstrasse in den Kaukasus, bis wir uns schliesslich im Angesicht des sagenumwobenen Berges Kasbek etwas Erholung gönnen. Ob an diesen Berg wirklich, wie die griechischen Mythologie erzählt, Prometheus gekettet wurde?

Anmeldung bis 10. Juli 2015 mit Flyer oder über Kontaktformular.

Infos zum Programm und Kosten, mehr Fotos hier.

Budapest 4.6. - 8.6.2015

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Metro M4, Fővám tér, Budapest, 2014, sporaarchitects

Führung durch Ádám Hatvani, Partner sporaarchitects


Seit dem Fall des Eisernen Vorhanges ist Budapest zu einem beliebten Ziel für Städtereisen geworden. Auf unserer Reise  besuchen wir jedoch Orte jenseits der Touristenströme und entdecken die anderen Schätze der Stadt.

Die spektakuläre Lage Budapests an der Donau, die Kontraste zwischen Villenvierteln in Buda und der gründerzeitlichen Bebauung in Pest, den Plattenbauten und alten Dorfkernen in Óbuda zeichnen eine äusserst vielfältige Stadt.

Einheimische Fachleute zeigen uns Budapests Jugendstilarchitektur, Bauten der klassischen Moderne und herausragende, sozialistische Nachkriegsarchitektur. Architekten und Architektinnen erklären uns zudem ihre aktuellen Projekte.

Beim Gang durch die Stadt schauen wir in versteckte Ecken, sehen in Budapester Wohnungen, finden alte Weinlokale und prunkvolle Cafés. Spaziergänge durch von der Zerstörung bedrohte Stadtviertel, Markthallenbesuche und Bar-Hopping von (Ruinen-)Kneipe zu Kneipe ergänzen das Programm. Wer Lust hat, kann sich beim Besuch der alten türkischen Bäder (die schon Zumthor zu Vals inspirierten) erholen. 

Als Unterkunft an bester Lage dient uns das ehemalige Jugendstilbad Hungaria und heutige 4-Stern-Hotel Continental.

Anmeldung bis 15. März 2015 mit Flyer oder über Kontaktformular.

Infos zum Programm und Kosten

Skopje 10.5. - 15.5.2015

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Goce Delčev Studentenhaus, Georgi Konstantinovski, 1971 - 75

Skopje - Vergangenheit und Zukunft in einem städtebaulichen Experimentierfeld. 

Vor 50 Jahren zerstörte ein starkes Erdbeben Mazedoniens Hauptstadt Skopje. Mehr als 1000 Menschen starben und drei Viertel der Stadt war ein Trümmerhaufen. Schon kurz nach dem Erdbeben wurde der Wiederaufbau der Stadt nach einem Masterplan des japanischen Architekten Kenzo Tange beschlossen. Skopje wurde – ebenso wie etwa Brasilia oder Chandigarh – zum Versuchslabor für den sozialutopischen Städtebau der sechziger und siebziger Jahre. Ikonenhafte Gebäude zeugen heute von der Aufbruchstimmung jener Zeit. 

Unsere Studienreise nach Skopje führt uns zu vielen, hierzulande unbekannten Meisterwerken der Architektur aus den 1960er Jahren, darunter das Studentenhaus von Gjorgji Konstantinovski und das Opern- und Balletthaus des Büros 77. Wir werden sehen, welche Teile Kenzo Tanges Idealstadt realisiert wurden und wie die aktuelle, konservative Regierung mit ihrem Projekt Skopje 2014 der Stadt und dem ganzen Land eine neue Identität geben will. Skopje ist aber nicht der einzige Höhepunkt der Reise. Ein Tagesausflug in die abgelegene historische Stadt Kruševo im Süden Mazedoniens ermöglicht uns den Besuch des Makedoniums, einem einzigartigen Bauwerk von beinahe ausserirdischer Präsenz. Begleitet werden wir von kompetenen lokalen Fachleuten.

Wer möchte, kann sich anschliessend am malerischen Ohridsee noch einige Tage entspannen.

Anmeldung bis 15. März 2015 mit Flyer oder über Kontaktformular.

Infos zum Programm und Kosten

Reisen 2015

Im nächsten Jahr sind bisher folgende Architekturreisen geplant:

Budapest vom 4. Juni - 8. Juni 2015

Georgien vom 24. Oktober - 31. Oktober  2015

Zudem können weitere Reisen für Gruppen individuell organisiert werden. Dieser Flyer zeigt Ihnen unser Angebot.

Für weitere Infos benutzen Sie bitte das Kontaktformular.

Budapest 2014

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Bürohaus Geometria, Budapest, 2014, 3h architects

Führung durch Zsolt Gunther, Partner 3h architects


Für Oester Pfenninger Architekten aus Zürich organisierten wir den Büroausflug nach Budapest. Ein Erlebnis war schon die Anreise mit dem Nachtzug nach Budapest. Vor Ort zeigten uns Historiker Budapest und erklärten Architekt*innen ihre Bauten. Dank den Kontakten vor Ort konnten wir zahlreiche, sonst nicht zugängliche Bauten von innen sehen. Ein Besuch des alten türkischen Rudas-Bades, eine Architek-Club-Tour, gutes Essen und bereichernde persönliche Konakte rundeten das Programm ab. Die Reise wird im 2015 öffentlich ausgeschrieben. Für weitere Infos benutzen Sie bitte das Kontaktformular. Mehr Bilder zu Budapest finden Sie hier.

Estland 2014

Estland - Architektur und Identität

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Technische Hochschule des staatlichen Landwirtschaftsbetriebes Jäneda, Jäneda, 1968 – 1975, Valve Pormeister, Ado Soans


Estland - ein fragiles Territorium, dessen Bewohnerinnen und Bewohner sich seit jeher mit fremden Einflüssen auseinanderzusetzen hatten. Als sich im Zweiten Weltkrieg das sowjetische Imperium Estland einverleibte, bedeutete dies zwar das vorläufige Ende der erst kurz zuvor erlangten Eigenstaatlichkeit. Doch gelang es der Besatzungsmacht nie, den Nationalstolz und erstaunlichen Ideenreichtum der unfreiwilligen Untertanen zu brechen. Davon zeugen unter anderem eine Vielzahl überaus innovativer und formal höchst überraschender Bauten, die während der Sowjetzeit entstanden sind. Aufgrund der sprachlichen und geografischen Nähe zu Finnland, bei gleichzeitiger Zugehörigkeit zum Ostblock, konnten estnische Planerinnen und Planer sogar während den heissesten Jahren des Kalten Krieges das Beste aus zwei Welten in ihren Entwürfen vereinen. Diese einzigartige Stellung wussten sie auszunutzen und erschufen einen eigenen typologischen Mikrokosmos, in dem es an identitätsstiftenden Bauwerken nicht mangelte. Ein Land, das es eigentlich nicht mehr geben durfte, manifestierte sich paradoxerweise zunehmend emanzipiert in den Werken seiner Architektinnen und Architekten. Nach dem Fall des Eisernen Vorhanges und der Wiedererlangung der Unabhängigkeit geht die Suche nach eigenständigen Positionen in Städtebau und Architektur weiter. Doch kommen Sie mit und sehen Sie selbst! Flyer 

(Photo: Samuel Scherrer)

Belgrad / Novi Sad 2014

Belgrad und Novi Sad - Spurensuche an der Pforte des Balkans

Belgrad Dragisa Brasovan Druckerei 2008 07 30 002

ehem. staatl. Druckerei, Bul. vojvode Misica 17, Belgrad, 1937 - 40, Dragiša Brašovan


Als Le Corbusier 1910 Belgrad besuchte, war er begeistert von der Lage der Stadt am Zusammenfluss von Donau und Save. In der Tat ist nicht nur die Lage der Stadt eindrücklich, sondern auch das kulturelle Erbe. Begleitet von fachkundigen, lokalen Architektinnen und Architekten erhalten wir auf unserer Studienreise nach Belgrad einen Einblick in die Geschichte der Stadt an diesem Knotenpunkt europäischer Kulturen. Neben Einflüssen der Habsburger Monarchie und des Osmanischen Reiches, stossen wir auf orthodoxe, jüdische und sozialistische Spuren. Ab 1960 wuchs Belgrad explosionsartig. Auf dem einstigen Sumpfgebiet am linken Saveufer entstand der neue Stadtteil Novi Beograd für eine halbe Million Menschen. Dort entdecken wir herausragende Architektur der Nachkriegsmoderne. Wir besuchen unter anderem den ehemaligen Palast des Kommunistischen Zentralkomitees und den eindrücklichen Genex Doppelturm. Stellvertretend für einen urbanen Aufbruch nach langen Jahren des Stillstandes bieten Orte wie Mikser House und Supermarket Concept Store nicht nur zeitgenössisches Design aus dem Balkan feil, sondern prägen mit ihren Aktivitäten ganze Quartiere. Aber nicht nur Belgrad beeindruckt mit seiner Architektur und Geschichte. Bei einem Ausflug nach Novi Sad, der Hauptstadt der autonomen Provinz Vojvodina, entdecken wir schöne Beispiele klassischer Moderne, wie auch die Freuden der serbisch-ungarischen Küche. Flyer



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